by Adolf Metz (b. 1851)

Das Ahrwirtshaus
Language: German (Deutsch) 
Es stand im Waldesdunkel
ein Wirtshaus an der Ahr,
da blickte wie Karfunkel
der Wirtin Augenpaar.
Sie füllte mir den Weinpokal
mit weicher Hand so manches Mal,
und immer dann verschwiegen leis‘
ein Küssen heiß.

Und mocht‘ die Sonne grüßen
vom blauen Himmelzelt,
mocht‘ wettern es und gießen,
was galt für uns die Welt!
Wir saßen in dem trauten Nest
glückselig, Herz an Herz gepreßt.
Ich zahlte, was ich schuldig war,
in Küssen bar.

Mit Küssen und mit Trinken
verging so Stund‘ um Stund‘,
vor mir den Wein, den blinken,
im Arm die Wirtin rund.
So wär‘s geblieben manches Jahr
im Waldesdunkel an der Ahr,
hätt‘ nicht die Wirtin über Nacht
bankrott gemacht!

Authorship:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):


Researcher for this text: Uwe Sauerteig [Guest Editor]

This text was added to the website: 2022-03-14
Line count: 24
Word count: 113