by Anonymous / Unidentified Author

Sey doch nicht immer so trübe
Language: German (Deutsch) 
Sey doch nicht immer so trübe, 
Minna, du kränkest mich nur, 
Unter den Sternen wohnt Liebe, 
Liebe in aller Natur.   

Liebe mich!  Minna, es wallen 
Alle Geschlechter hinab; 
Zitternd wie Töne verhallen, 
Freuden, so schnell in das Grab. 

Liebe mich, Minna!  sonst quälet, 
Zweifel mein Innres um Dich, 
Glücklicher kannst du zwar wählen 
Aber nicht treuer als mich.  

Nicht für die einsame Stille 
Gab Dir der Schöpfer ein Herz; 
Nicht deinem Geiste die Fülle 
Höh'rer Gefühle, zum Schmerz.  

O wenn in meinem Gefilde 
Gute einst bey mir du weilst 
Mein Empfindungen, milde, 
Freundliche mit mir du theilst.  

Wann deine Blicke mir sagen 
Daß sie mich liebend verstehn, 
Siehe, dann will ich Dich fragen: 
Minna, ist Liebe nicht schön?  

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Confirmed with Liederbuch der Freunde des Gesanges in Reval, zweite sehr vermehrte Auflage, Reval: Lindfors Erben, 1834, page 188.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2019-11-18
Line count: 24
Word count: 118