by Neidhart von Reuental (c1180 - c1240), as Neidhart von Reuenthal
Translation by Neidhart von Reuental (c1180 - c1240), as Neidhart von Reuenthal
Allez daz den summer her mit vroyden was
Language: Old High German (Althochdeutsch)
Allez daz den summer her mit vroyden was daz beginnet truren mit der winderlanghen sweren zit sanghes sint de voghelin gheswigen uberal gar verdorven sint de blomen unde gras scowet waz des kalden rifen oben vph dem walde lit ez ist wol von sculden ist de grvne heyde val daz ist eyn ghemeine claghe de mich vroyden wendet daz ist an minem lesten taghe leyder unvorendet Se nimmt immer wunder waz de claghe si de ich durch besserunge minen lieben vriunden han geseyt daz wil ich bescheiden daz ir sprechet ez ist war in der werlde niemen lebet sunden vri ia ist ez so ie lenger so ie boser in der kristenheit mine tage swindent unde kurtzent mine iar sold ich da bi vroyden phlegen de von herczen gienge dienest lazzen under wegen der mich baz vorvienge Swenne ich sunderhafter in den rvwen pade so wil si min vrowe daz ich ir kinden singhe niwen sang so muz ich mich ir gewaltes mit verzeihen wern si gedarf mich nimmer me an sich gheladen vmb eyn scheyden van ir denst so stet alles min ghedanc ich bin in den willen daz ich wil de sele irweren de ich van gote irvernet han mit uppichlichen sanghe
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- by Neidhart von Reuental (c1180 - c1240), as Neidhart von Reuenthal [author's text not yet checked against a primary source]
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Alles, was den Sommer bisher voll Freude...
Language: German (Deutsch)  after the Old High German (Althochdeutsch)
Alles, was den Sommer bisher voll Freude war, das wird nun trübselig mit der winterlangen, beschwerlichen Zeit. Mit ihrem Gesang sind die Vöglein überall verstummt. Ganz verdorrt sind Blumen und Gras. Seht nur, wie viel kalter Reif dort oben auf dem Waldwipfeln liegt! Aus gutem Grund ist die grüne Heide fahl. Das ist eine allseitige Klage, die mir die Freude verdirbt. Die hört bis ans Ende meiner Tage leider niemals auf. Stets wundert sie sich, worum es mir mit meiner Klage geht, die ich zur Läuterung meinen lieben Freunden vorgebracht habe. Das möchte ich nun schlichten, daß ihr dazu sagt: „Es stimmt!“ Auf dieser Welt lebt niemand frei von Sünde: Ja, wird das so je länger desto ärger in der Christenheit. Meine Tage entschwinden und kürzen mir die Lebenszeit. Wie könnte ich mich da Freuden hingeben, die von Herzen kommen, und den Dienst unterlassen, der mir besser nützte? Sobald ich Sündenbeladener mich in Reue übe, will sie, meine Herrin, sofort, daß ich ihren Zöglingen neue Lieder singe. Darum muß ich mich ihrer Macht mit Verzicht erwehren: Sie braucht mich niemals wieder zu sich vorzuladen. Um einen Abschied aus ihren Diensten dreht sich all mein Denken. Ich bin fest entschlossen, meine Seele zu verteidigen, die ich Gott entfremdet habe, mit hoffärtigen Liedern.
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- by Neidhart von Reuental (c1180 - c1240), as Neidhart von Reuenthal [author's text not yet checked against a primary source]
Based on:
- a text in Old High German (Althochdeutsch) by Neidhart von Reuental (c1180 - c1240), as Neidhart von Reuenthal
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