by Robert Reinick (1805 - 1852)

Aus den Thälern laut erschallen
Language: German (Deutsch) 
Aus den Thälern laut erschallen,
Glockentöne, Festgesänge, 
helle Sonnenblicke fallen
Durch die dunkeln Buchengänge.
Himmel ist von Glanz umflossen,
heil'ger Friede rings ergossen.1

Durch die Fluren reich geschmücket
wallen Menschen allerwegen,
frohen Kindern gleich geschmücket,
geh'n dem Vater sie entgegen,
Der auf goldner Saaten Wogen
segnend kommt das Land durchzogen.

Wie so still die Bäche gleiten,
wie so still die Blumen blinken
und aus längst vergangnen Zeiten
zieht ein Grüssen her, ein Winken, -
Wie ein Kindlein muss ich fühlen,
wie ein Kindlein möcht' ich spielen!

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1 Hünerwadel adds a slight variant of the first stanza with words from Reinick's later version:
Aus den Thälern hör' ich schallen,
Glockenklänge, Festgesänge,
aus den Thälern laut erschallen
Glockentöne, Festgesänge.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Set in a modified version by Otto Dresel, Ernst Niese, Robert Radecke.


Researcher for this text: Ferdinando Albeggiani

This text was added to the website: 2007-06-03
Line count: 18
Word count: 86