by Sebastián Yradier (1809 - 1865)
Translation Singable translation by Anonymous / Unidentified Author

Mich rief es an Bord, es wehte ein...
Language: German (Deutsch)  after the Spanish (Español) 
Mich rief es an Bord, es wehte ein frischer Wind.
Zur Mutter sprach ich: o bete nun für dein Kind.
Und draußen, am grünen Hage, da sah ich sie.
"Ein Wort nur des Trostes sage, ich trag' es nie!"
Falle ich einst zum Raube empörtem Meer
Fliegt eine weiße Taube zu dir hieher.
Lasse sie ohne Fehle zum Fenster ein.
Mit ihr wird meine Seele dann bei dir sein.

Auf Matrosen, ohe!
In die wogende See!
Schwarze Gedanken, [2. Strophe: Frohe Gedanken]
sie wanken und flieh'n geschwind 
uns wie Sturm und Wind!

Wenn einstens zur Heimath kehre ich froh zurück,
Zu dir und der Mutter, was wäre gleich solchem Glück?
Dann lebe ich dir zur Seite und nur für dich!
Mein Schifflein, zieh in die Weite nur ohne mich.
Schmücken mit Blumenkränzen soll ich das Haus,
Gäste, herbei! zu frohen Tänzen und frohem Schmaus!
Küster, die Glocken läuten! Mein wird sie, mein!
Pfarrer, herbei! denn heute soll Hochzeit sein!

Nun sind wir daheim, ich sehe mein Mütterlein,
Und fliege zu ihr. Doch wehe! sie ist allein!
Wo weilt Nina, sprich? Sie schweiget und zieht mich fort.
Ihr Haupt sich wie betend neiget, Wir sind am Ort.
Weh mir, ein Grab! dort schläft sie in ew'ger Ruh!
Nina, die weiße Taube warst Du, warst Du!
"Schläfer, erwache! hast ja die Wacht versäumt!"
Wahrlich, Patron! ich habe geträumt, geträumt!

About the headline (FAQ)

From an Yradier edition.

Authorship:

Based on:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):

    [ None yet in the database ]


Researcher for this text: Harry Joelson

This text was added to the website: 2010-08-01
Line count: 29
Word count: 227