by Hans Reinhart (1880 - 1963)

Heiliger Hain
Language: German (Deutsch) 
In Andachtsschweigen schreiten wir zum Haine,
In dessen Tiefe hehre der Tempel ruht.
Nun wollen wir in seligem Vereine 
Entzünden stille Dankesopferglut.  

Des Feldes Früchte auf den Herdstein leget, 
Daß stumm des greisen Priesters Hand sie weihe. 
Die dunklen Zweige, die der Wind beweget, 
Durchströmt das Licht der hohen Himmelsbläue. 

Laßt hier uns im Gebet das Feuer wahren, 
Deß Düfte nach dem fernen Teiche fliehn, 
Wo waldumnachtet, ernst, in stolzen Scharen,   
Die weißen Schwäne sanfte Kreise ziehn.

Confirmed with Hans Reinhart, Frührot -- Der Tag: Gedichte, Stuttgart: Axel Juncker, 1906. Appears in Traum und Leben, page 11.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Research team for this text: Bertram Kottmann , Melanie Trumbull

Text added to the website: 2020-02-03 00:00:00
Last modified: 2020-02-04 19:40:05
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