by (Karl) Ludwig Pfau (1821 - 1894)
Heimweh
Language: German (Deutsch)
Nach den blauen Himmelslüften schaute der Gefang'ne hin, schaute, wie die Wolken schifften; „Ach, aus meines Kerkers Klüften könnt' ich, könnt' ich mit euch zieh'n!“ In dem gold'nen Abendscheine sah er seine Mauern glüh'n. und die Sonne sank im Haine. „Sprengend meines Kerkers Steine, könnt' ich, könnt ich mit euch zieh'n!“ Und er sah am Himmelsbogen Scharen lust'ger Vögel flieh'n, wie sie frei im Blauen zogen, fröhlich singend heimwärts flogen. „Könnt' ich, könnt' ich mit euch zieh'n!“ Sah den Berg, den nebelgrauen, wo ihm teure Triften blüh'n. “Ferne, heißgeliebte Auen, werd' ich je euch wieder schauen? Könnt' ich, könnt' ich mit euch zieh'n!“
Text Authorship:
- by (Karl) Ludwig Pfau (1821 - 1894) [author's text not yet checked against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by A. Springer , "Heimweh" [ voice, clarinet, and piano ], Mainz, Antwerpen, Brüssel: B. Schott's Söhne [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
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Word count: 103