by Rudolf Dietz (1863 - 1942)

Die Lore am Rhein
Language: German (Deutsch) 
Ich kenne ein Häuslein am grünen Rhein,
die Wände sind grau und die Fenster sind klein.
Doch hinter den Scheiben, so blink und blank,
da huscht es vorüber so flink und schlank:
das war mein Schatz, die Lore!

Und unter dem Thore von Reben bedacht,
da hat sie gejubelt und hat sie gelacht,
wo ich sie gar herzhaft hab' abgeküßt -
ich tausche mit keinem, damit ihr's wißt,
denn 's giebt nur eine Lore!

Und mein ist die Lore am grünen Rhein,
im Häuslein, umranket von Epheu und Wein.
Und eh' noch der Himmel im Wonn'mond blaut,
da wird sie für immer mir angetraut,
die schlanke Maid, die Lore! 

Authorship:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):

  • by Carl Attenhofer (1837 - 1914), "Die Lore am Rhein", op. 109 (Zehn leichte Lieder für vierstimmigen Männerchor) no. 8, published 1900 [four-part men's chorus], Zürich : Hug [
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    ]

Researcher for this text: Harry Joelson

This text was added to the website: 2011-03-30
Line count: 15
Word count: 109