Frühling
Language: German (Deutsch) 
Wie fließt die Luft so lind und lau,
so lösend um die Glieder!
Es leuchtet der Himmel durchsichtig blau,
es wallen so leicht die Wolken nieder,
die Wiesen durchschimmert ein neues Grün,
leise wonnige Lüfte zieh'n,
und über der fernen, fernen Au
versucht die Lerche die ersten Lieder.

Aufblühende Farbe, aufblühender Klang!
Wie löst dabei sich jeder Sinn:
Das Auge schaut empor, 
es lauscht das Ohr 
erwartungsfroh und bang 
harret die ganze Seele hin.
Wie durchgreift mich dies Weben!
Es ist in Wenigem so viel.
So ferner Hoffnung Ziel
kann solche Wonne geben.
Es dehnt sich die Brust so weit entgegen
voll ahnender Freudigkeit dem lichteren Frühlingssegen.

Wie weht die Luft so lind und lau,
so lösend um die Glieder!
Es leuchtet der Himmel durchsichtig blau,
es wallen so leicht die Wolken nieder,
die Wiesen durchschimmert ein neues Grün,
leise wonnige Lüfte zieh'n,
und über der fernen, fernen Au
versucht die Lerche die ersten Lieder.

Authorship:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):


Researcher for this text: Johann Winkler

This text was added to the website: 2020-02-29
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Word count: 155