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Sechs deutsche Lieder für die Bass-Stimme mit Begleitung des Pianoforte

Word count: 537

by Karl Friedrich Zelter (1758 - 1832)

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1. Aus der Fernen [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT ENG FRE

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Liefdeslied (Jou te ontsluiten mijn hart)", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Linda Godry) , "I long to open up my heart for you", copyright © 2004, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , no title, copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission


Dir zu eröffnen 
mein Herz verlangt mich;
Hört' ich von deinem, 
darnach verlangt mich;
Wie blickt so traurig 
die Welt mich an!

In meinem Sinne 
wohnet mein Freund nur,
Und sonsten keiner 
und keine [Feindspur]1.
Wie Sonnenaufgang 
ward mir ein Vorsatz!

Mein Leben will ich 
nur zum Geschäfte
Von seiner Liebe 
[von heut an]2 machen.
Ich denke seiner, 
mir [blutet's]3 Herz.

Kraft hab' ich keine 
als ihn zu lieben,
So recht im Stillen.
Was soll das werden!
Will ihn umarmen 
und kann es nicht.


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1 Schumann: "Feindesspur"
2 omitted by Schumann.
3 Schumann: "blutet das"

Submitted by Emily Ezust [Administrator]

3. Totentanz [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): FRE ITA

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Danse macabre", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Andrea Maffei) , "La danza dei morti"


Der Türmer, der schaut zu Mitten der Nacht
Hinab auf die Gräber in Lage;
Der Mond, der hat alles ins Helle gebracht,
Der Kirchhof, er liegt wie am Tage.
Da regt sich ein Grab und ein anderes dann:
Sie kommen hervor, ein Weib da, ein Mann
In weißen und schleppenden Hemden.

Das reckt nun, es will sich ergötzen sogleich,
Die Knöchel zur Runde, zum Kranze,
So arm und so jung und so alt und so reich;
Doch hindern die Schleppen am Tanze:
Und weil hier die Scham nun nicht weiter gebeut,
So schütteln sich alle, da liegen zerstreut
Die Hemdelein über den Hügeln.

Nun hebt sich der Schenkel, nun wackelt das Bein,
Gebärden da gibt es vertrackte;
dann klippert's und klappert's mitunter hinein,
als schlüg' man die Hölzlein zum Takte.
Das kommt nun dem Türmer so lächerlich vor;
da raunt ihm der Schalk, der Versucher, ins Ohr:
Geh! hole dir einen der Laken!

Getan, wie gedacht! und er flüchtet sich schnell
nun hinter geheiligte Türen.
Der Mond und noch immer er scheinet so hell
zum Tanz, den sie schauderlich führen.
Doch endlich verlieret sich dieser und der,
schleicht eins nach dem andern gekleidet einher,
und husch! ist es unter dem Rasen.

Nur Einer, der trippelt und stolpert zuletzt
und tappet und grapst nach den Grüften;
doch hat kein Geselle so schwer ihn verletzt;
er wittert das Tuch in den Lüften. 
Er rüttelt die Turmtür, sie schlägt ihn zurück,
geziert und gesegnet, dem Türmer zum Glück,
sie blinkt von metallenen Kreuzen.

Das Hemd muß er haben, da rastet er nicht,
da gilt auch kein langes Besinnen,
den gotischen Zierrat ergreift nun der Wicht
und klettert von Zinne zu Zinnen.
Nun ist's um den Armen, den Türmer, getan,
es ruckt sich von Schnörkel zu Schnörkel hinan,
langbeinigen Spinnen vergleichbar.

Der Türmer erbleicht, der Türmer erbebt,
Gern gäb' er ihn wieder, den Laken.
Da häckelt jetzt hat er am längsten gelebt
Den Zipfel ein eiserner Zacken.
Schon trübet der Mond sich verschwindenden Scheins,
Die Glocke, sie donnert ein mächtiges Eins,
Und unten zerschellt das Gerippe.


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

4. Selige Sehnsucht [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

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  • ENG English (Emily Ezust) , "Blissful yearning", copyright ©


Sagt es niemand, nur den Weisen,
Weil die Menge gleich verhöhnet,
Das Lebend'ge will ich preisen,
Das nach Flammentod sich sehnet. 

In der Liebesnächte Kühlung,
Die dich zeugte, wo du zeugtest,
Überfällt dich fremde Fühlung,
Wenn die stille Kerze leuchtet. 

Nicht mehr bleibest du umfangen
In der Finsternis Beschattung, 
Und dich reißet neu Verlangen
Auf zu höherer Begattung. 

Keine Ferne macht dich schwierig,
Kommst geflogen und gebannt,
Und zuletzt, des Lichts begierig, 
Bist du, Schmetterling, verbrannt. 

Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und werde! 
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde. 

Tut ein Schilf sich doch hervor,
Welten zu versüßen! 
Möge meinem Schreibe-Rohr
Liebliches entfließen!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

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     - Emily Ezust

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