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Die vier Temperamente bei dem Verlust der Geliebten

Word count: 755

Song Cycle by Carl Maria (Friedrich Ernst) von Weber (1786 - 1826)

Dutch (Nederlands) translation: De vier temperamenten bij het verlies van de beminde (Lau Kanen)

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1. Der Leichtmütige [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De luchthartige", copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission


Lust entfloh und hin ist hin!
Blanda will mich nicht mehr lieben.
Ich wär ihr, so wahr ich bin,
Noch acht Tage treu geblieben,
Kam ihr Hochzeit nicht in Sinn;
Dafür hat mich Gott bewahrt,
Lebe wohl, mein Kind, ich wandre
Schon zu frischer Liebefahrt,
Morgen die und heut die Andre,
Das ist so die rechte Art.

Scheiden wird mir nimmer schwer,
Weinen kann ich nicht, noch fluchen;
Doch da kommt ein Mädchen her,
Frisches Glück will schnell ich suchen,
Ohne Lieb ist All mir leer!
Sprödes Kind, wirf ab dein Joch,
Laß von Himmelkost mich nippen,
Eh' wir bleichen, lebe noch,
Mädchen, reiche mir die Lippen,
Den geküßt wirst du ja doch!

Sieh, man darf sich im Genuß
Für versehnte Träume rächen,
Laß der Seelen Genius
Aus dem Schlag der Herzen sprechen,
Doppel Sprache ist der Kuß.
Ah, du magst mich nicht? Nun gut!
Kann ich's auch nicht gern ertragen,
Halt ich mir doch frischen Mut;
Morgen will ich wieder fragen,
Hast vielleicht dann wärmer Blut.

Lieben muß man, schönes Kind!
Soll dereinst ich selig werden,
Was schon hier recht gut beginnt!
Frag ich gleich den Herrn der Erden,
Ob die Engel weiblich sind?
Wenn er etwa "Nein" nun spricht,
Sag ich keck und voll Vertrauen:
Herr, dein Reich gefällt mir nicht,
Denn ein Himmel ohne Frauen
Ist die Sonne ohne Licht.

Hebt die Treue hoch empor,
Quälend Glück kann ich euch schenken!
Schwatzt nur mir Moral nicht vor,
Bei der Liebe will ich denken,
Wenn ich den Verstand verlor.
Alle Wesen huld'gen ihr,
Liebe ist das Herz vom Leben;
Nur durch Liebe sind wir hier,
Liebe will ich wieder geben,
Mädchen, alle, kommt zu mir!


Submitted by Ferdinando Albeggiani and Lau Kanen [Guest Editor]

2. Der Schwermütige [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De zwaarmoedige", copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission


Sel'ge Zeiten sah ich prangen
Und den Erdball glaubt' ich mein,
Als mich Liddys Blick befangen,
Unschuldklar wie Heil'genschein.

Als der Lippen Siegel sprangen
Herrschte Gott nicht mehr allein,
Denn der Liebe Klänge schwangen
Siegend mich zum Himmel ein.

Ach, die Wonnen all [zerklangen]1,
Ewig kann nicht Frühling sein!
Traum und Treue sind vergangen,
Ausgelöscht der Heil'genschein.

Fern von ihr muß ich verbangen,
Von der Welt ist nichts mehr mein;
Glühend fasset Allverlangen
Nur der Hoffnung Leichenstein.

Doch zum Todesengel drangen
Meines Herzens Öd' und Pein,
Liebend bald von Erd' umfangen
Wird der Himmel wieder mein!


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1 Weber: "verklangen"

Submitted by Ferdinando Albeggiani and Lau Kanen [Guest Editor]

3. Der Liebewütige [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission


Verraten! Verschmähet!
Wer drängte mich aus?
Auf, Diener, umspähet
Heut Abend ihr Haus,
Und wagt zur Megäre
Ein Einz'ger den Blick,
So fragt: wer er wäre?
Und brecht ihm's Genick.

Don Marco trieb Alle
Recht wachsam zu sein,
Dann stürmt ihn die Galle
Bergauf und Thalein;
Er fluchte nun trabend
Hinein in die Luft,
Und paßte am Abend
Noch selbst auf den Schuft.

Mit Hast spioniret
Das Dienervolk stumm,
Don Marco begieret
Die Thüren ringsum;
Wie schleichend und sinnig
Im Dämmern er wallt,
Gebieten recht innig
Sechs Fäuste ihm "Halt!"

"Wer sind Sie?" Nach Regel
Klingt dies zum Gezerr,
"Ihr Lümmel! Ihr Flegel!
Ich bin euer Herr!"
Und wie ihn am Toben
Die Diener erkannt
Spricht Clara von oben:
"Das ist ja scharmant!"

"Die Eifersucht hordet
Schon Söldner heran,
Der Argwohn ermordet
Was Liebe gewann;
Drum hab'ich vernünftig
Den Leichtsinn bereut,
Nun quälen Sie künstig
Sich selber gescheut!"

Nichts halfen Sonette
Von Gram und von Grab,
Da riß er vom Brette
Die Flinte herab;
Er jagte mit Rasen
Zum Walde hinaus,
Und schoß - einen Hasen
Zum lärmenden Schmaus.


Submitted by Ferdinando Albeggiani and Lau Kanen [Guest Editor]

4. Der Gleichmütige [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): DUT

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De onverschillige", copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission


Nun, bin ich befreit!
Wie behäglich!
Mir ist Zärtclichkeit
Unerträglich!
Treibt sie Keine lau,
Werd' ich ohne Frau
Ruhig alt und grau!

Hätt' Sie wohl gemocht
So bei Festen,
Plumperpuddings kocht
Sie am besten!
Doch die Lust ward matt,
Denn am Ende hatt'
Ich die Puddings satt!

Sie verliebte sich
Einst beim Essen,
Alles ging und ich
War vergessen:
Weil ich köstlich schlief,
Bis sie wach mich rief
Und ich mit ihr lief.

Sie gefiel mir gut
Bei dem Wandern,
Und weil gern man thut
Wie die Andern:
Bit ich mich zum Mann
Und Sie nahm es an,
Eh' ich mich besann.

Doch das gab ein Joch
Und ein Laufen!
Was nach Ausland roch
Sollt' ich kaufen,
Und Tagaus, Tagein
Und bei Mondeschein,
Auch noch zärtlich sein.

Ohne Ruh' und Rast
Mußt' ich küssen,
Das ist Höllenlast:
Küssen müssen!
Drum recht eisig hart
Hab' ich Sie genarrt
Bis mein Wunsch mir ward.

Aus dem Hause warf
Sie mich gestern
Und beliebte scharf
Noch zu lästern:
"Hätt' ich nicht viel Geld
Wär' ich Schüsselheld
Gar nichts nuß der Welt!"

Doch mich macht der Hieb
Nimmer grämlich,
Denn die Liebe lieb'
Ich bequemlich!
Treibt sie Keine lau
Werd' ich ohne Frau
Ruhig alt und grau!


Submitted by Ferdinando Albeggiani and Lau Kanen [Guest Editor]

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