by Wilhelm Christoph Leonhard Gerhard (1780 - 1858)
Venetianisches Gondlerlied
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Es schwebet die Gondel auf schaukelnder Welle, Die Nacht ist so helle, So labend, so kühl. Drum folge mir, Nettchen! Allein und verschwiegen Im Kahn sich zu wiegen Ist Wonnegefühl. Den Deckel der Gondel befahl ich zu räumen, Um süßer zu träumen In fächelnder Luft. Nun werden uns spielend die Wogen umkräuseln, Die Zephyr' umsäuseln Mit würzigem Duft. Betrüge sich etwa ein Zephyrchen freier, Und risse den Schleier Dir weg von der Brust, Und wüßte verwegen ein Knie zu erhaschen, Verbotnes zu naschen In himmlischer Lust: Was kümmert's dich, Süße? Am Ruder behende Regt Toni die Hände Nach Ordnung und Pflicht. Du kannst einer Büste nicht sicherer trauen, Er will's ja nicht schauen, Und schaut es auch nicht.
View text with all available footnotes
Researcher for this page: Johann Winkler
Text Authorship:
- by Wilhelm Christoph Leonhard Gerhard (1780 - 1858), "Venetianisches Gondlerlied" [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2021-07-01
Line count: 24
Word count: 120