by Robert Eduard Prutz (1816 - 1872)
Nun gute Nacht, nun gute Ruh
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Language: German (Deutsch)
Nun gute Nacht, nun gute Ruh, Herzliebster, gute Nacht! Dein Mädchen macht das Fenster zu, Hat lang an dich gedacht. Die goldnen Sterne sah ich stehn, Des Mondes Silberrand; Der Pfarrer sagt, sie gehn und drehn Sich rastlos über Land. Die ihr vom hohen Firmament Mir Trost und Frieden scheint, O Sterne, wenn ihr wandern könnt, Geht, grüßt mir meinen Freund! Und steht er einsam auf der Wacht, Der arme, liebe Mann, O hütet ihr ihn in der Nacht, Den ich nicht hüten kann! Und sagt ihm, daß euch zu ihm trieb Der Liebe Macht gebot, Und sagt ihm, daß ich treu verblieb Bis in den bittern Tod! Nun gute Nacht, nun gute Ruh, Herzliebster, gute Nacht! Und mach' auch ich das Fenster zu, Bleibt Einer doch, der wacht.
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View text with all available footnotesConfirmed with Gedichte von R. E. Prutz, zweite Auflage, Leipzig: Otto Wigand, 1844. Appears in Balladen und Romanzen, in Am Fenster, pages 61 - 62.
Text Authorship:
- by Robert Eduard Prutz (1816 - 1872), no title, appears in Gedichte von R. E. Prutz, in Am Fenster, no. 9 [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2019-01-28
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