by (Karl) Wolfgang Müller von Königswinter (1816 - 1873)
Im grünen Wald, im grünen Wald
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Language: German (Deutsch)
Im grünen Wald, im grünen Wald, Da mag ich gerne schweifen, Und durch die Eichen und Buchen bald, Bald durch die Tannen streifen. Das ist ein frisches Riesengeschlecht, Es sind meine Freunde, die Bäume; Und daß sie mich lieben von Herzen recht, Sind keine thörichten Träume. Sie strecken den grünen Hände hervor, Wenn ich im Wald erscheine, Sie wiegen mich in den Armen empor Zu frischer Lüfte Reine. Da wird mir so heimlich, so wohl zu Muth, Alls wollten mich Märchen umdüstern; Und fröhlich schwillt und quillt mein Blut, Derweil die Bäume flüstern. Sie sagen mir, daß sie Boden schaun Das kriechende Volk der Zwerge, Wie sie von Demanten und Gold erbaun Der Erde Thäler und Berge. Sie sagen, daß sie den Himmel sehn Mit ihrer Kronen Wipfel, Und daß für die weite Erde wehn Als Freiheitfahnen die Gipfel.
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View text with all available footnotesConfirmed with Junge Lieder. Von Wolfgang Müller. [von Königswinter], Düsseldorf: J. H. C. Schreiner, 1841, pages 35 - 36.
Text Authorship:
- by (Karl) Wolfgang Müller von Königswinter (1816 - 1873), "Im grünen Wald", appears in Dichtungen eines Rheinischen Poeten, in 1. Mein Herz ist am Rheine: Liederbuch, in 1. Junge Lieder [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Melanie Trumbull
This text was added to the website: 2017-03-22
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