Im grünen Wald
Language: German (Deutsch) 
Im grünen Wald, im grünen Wald,
Da mag [ich gerne]1 schweifen,
Und durch die Eichen und Buchen bald,
Bald durch die Tannen streifen. 

Das ist ein frisches Riesengeschlecht, 
Es sind meine Freunde, die Bäume; 
Und daß sie mich lieben von Herzen recht, 
Sind keine thörichten Träume.  

Sie strecken den grünen Hände hervor, 
Wenn ich im Wald erscheine, 
Sie wiegen mich in den Armen empor  
Zu frischer Lüfte Reine. 

Da wird mir so heimlich, so wohl zu Muth, 
Alls wollten mich Märchen umdüstern; 
Und fröhlich schwillt und quillt mein Blut, 
Derweil die Bäume flüstern. 

Sie sagen mir, daß [sie Boden]2 schaun 
Das kriechende Volk der Zwerge, 
Wie sie von Demanten und Gold erbaun 
[Der Erde Thäler und]3 Berge. 

Sie sagen, daß sie den Himmel sehn 
Mit ihrer Kronen Wipfel, 
Und daß für die weite Erde wehn 
Als  [Freiheitfahnen]4 die Gipfel.

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Confirmed with Junge Lieder. Von Wolfgang Müller. [von Königswinter], Düsseldorf: J. H. C. Schreiner, 1841, pages 35 - 36.

1 Norman: "ich so gerne"
2 Norman: "sie im Boden"
3 Norman: "Paläste inmitten"
4 Norman: "Freiheitsfahnen"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Settings in other languages, adaptations, or excerpts:

  • Also set in Swedish (Svenska), a translation by Anonymous/Unidentified Artist ; composed by Ludvig Norman.

Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2017-03-22
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