by (Karl) Wilhelm Osterwald (1820 - 1887)
Im Grase lieg' ich manche Stunde
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Language: German (Deutsch)
Im Grase lieg' ich manche Stunde Und sonne mich im Frühlingslicht; Die Augen schweifen in die Runde, Warum, wohin? Ich weiß es nicht. Ein Blümchen pflück' ich hin und wieder Und steck' es träumend an die Brust; Horch' auf der Vögel süße Lieder, Doch fehlt zum Singen mir die Lust. Und wenn die Wolken blau und blauer In lichter Wonne sich verweh'n, So überkommt's mich fast wie Trauer Doch nimmer weiß ich's zu versteh'n. Ein Immchen summt in stetem Kreise Wie'n altes Lied in meiner Näh', Wenn es mich stäche leise, leise, Vielleicht! ich wüßte dann mein Weh!
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- by (Karl) Wilhelm Osterwald (1820 - 1887), "Frühlingsdämmerung", appears in Gedichte, in 1. Erstes Buch: Lieder, no. 7, first published 1848 [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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