by Otto Roquette (1824 - 1896)
Warum dass ich so traurig bin?
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Language: German (Deutsch)
Warum dass ich so traurig bin? Das will ich dir wohl sagen. Mir geh'n Gedanken her und hin, die trüben mir den leichten Sinn in diesen Herbstestagen. Ein Auge, dass uns einst erfreut und dann sich kalt gewendet, ob es sein Lächeln auch erneut, es wecket nicht vergang'ne Freud', das Lieben hat geendet. Nun will des Herbstes Sonnenschein den Mai herbei uns lügen; wie er auch glänzt ins Herz hinein, die alte Lust wird's nicht mehr sein, wer glaubte seinem Trügen? Die Flamme losch im Windeshauch, die Wonne ward zum Leide; nun steiget Dunst und Höhenrauch, das letzte Blumenglöcklein auch ging schlafen auf der Heide.
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View text with all available footnotesConfirmed with Liederbuch von Otto Roquette, Stuttgart und Tübingen, 1852
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- by Otto Roquette (1824 - 1896), no title, appears in Liederbuch [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Johann Winkler
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