by (Karl) Wolfgang Müller von Königswinter (1816 - 1873)
Das ist die helle Frühlingszeit!
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Language: German (Deutsch)
Das ist die helle Frühlingszeit! Horch, wie vom Gebirg der Kukuk schreit, Sieh, wie die Schwalben schließen! Erquicke dich an der lauen Luft, An der Felder Grün, an der Wälder Duft, An der wilden Blumen Sprießen! Mein Lieb herbei, Im wonnigen, sonnigen, süßen Mai, So frisch und frei Zu singen, zu trinken, zu küssen! In blühenden Lauben ruhen wir aus Und füllen im lustigen Frühlingshaus Den hohen krystallenen Becher. O wirf die lichten Blumen hinein: Hoch dir, hoch mir im duftigen Wein, Wir liebeseligen Zecher! Mein Lieb herbei, Im wonnigen, sonnigen, süßen Mai, So frisch und frei Zu singen, zu trinken, zu küssen! Und endet das Lied, ist der Becher zu Grund, So gib mir den rothen schwellenden Mund Zum letzten höchsten Genusse! Was Lied und Klang, was Glanz und Licht! So selig schwärmt sich im Lenze nicht, Wie in der Liebsten Kusse! Mein Lieb herbei, Im wonnigen, sonnigen, süßen Mai, So frisch und frei Zu singen, zu trinken, zu küssen! Aus Laubesgrün, aus Blütenglanz, O laßt uns weben den heitern Kranz In die blonden fliegenden Locken! Die Höhen entlang am grünen Rhein Laß singend uns wandern im Sonnenschein, Hoch über Flöten und Glocken! Mein Lieb herbei, Im wonnigen, sonnigen, süßen Mai, So frisch und frei Zu singen, zu trinken, zu küssen!
H. Dorn sets stanzas 1, 4, 2
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View text with all available footnotesConfirmed with Dichtungen eines Rheinischen Poeten von Wolfgang Müller von Königswinter, Erster Band, Leipzig, F. A. Brockhaus, 1871, pages 157-158.
Text Authorship:
- by (Karl) Wolfgang Müller von Königswinter (1816 - 1873), "Mein Lieb herbei!", appears in Dichtungen eines Rheinischen Poeten, in 1. Mein Herz ist am Rheine: Liederbuch, in 5. Im Mai des Lebens [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2020-02-29
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