by Feodor von Wehl (1821 - 1890)
Es rauscht eine Welle durchs weite Meer
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Language: German (Deutsch)
Es rauscht eine Welle durchs weite Meer Und hinter ihr rauscht eine andere her Sich liebend ihr beizugesellen; Doch wie sie auch fluthet und woget und schwillt, Nie wird ihr Hoffen und Sehnsucht gestillt, Am Ufer muß sie zerschellen. Droben am schimmernden Himmelszelt Zieht eine Wolke über die Welt, Eine and're im Flug zu ereilen; Doch wie sie auch wallet in sehnender Hast, Es hilflt keine Eile, vom Sturm erfaßt, Muß sie sich in Nebel zertheilen. Ich weiß ein Herz in verborgener Brust, Das gäbe so gern seinen Schmerz, seine Lust Einem andern Herzen zueigen; Doch wie es auf seufzen und sehnen mag, Nie wird es vernehmen des andern Schlag, Brechen wird es und schweigen!
H. Alfvén sets stanzas 1, 3
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View text with all available footnotesConfirmed with Deutsches Museum, Fünfter Jahrgang, ed. by Robert Prutz, Leipzig: F. A. Brockhaus, 1855. Appears in periodical as one of 'Drei Gedichte von Feodor Wehl,' page 931.
Text Authorship:
- by Feodor von Wehl (1821 - 1890), "Es rauscht eine Welle durch's weite Meer" [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Melanie Trumbull
This text was added to the website: 2018-12-18
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