by Ernst Eckstein (1845 - 1900)
Der Abend sank herein
Language: German (Deutsch)
Der Abend sank herein; Die Glocken brausen wieder In's weite All hinein, Wie holde Himmelslieder Ich bin so gar allein. Die Glocken hab' ich lieb, -- Ein theures Angedenken, Das von der Mutter blieb. Den Blick empor zu lenken! . . . Die Glocken hab' ich lieb. Die Glocken hör' ich gern. Wenn Sonntags sie erklangen, So hell von nah und fern Dann ist sie hingegangen Zu beten vor dem Herrn. Dann glühte lieb und lind Verklärung auf den Wangen Die nun erblichen sind! Dann ist sie hingegangen Zu beten für ihr Kind. O heil'ge Opferglut! Von ihrem Blick behütet, Wie war ich fromm und gut! Wie hat der Sturm gewüthet, Seit sie im Grabe ruht. Ich bin so gar allein! Auf fernen Hügeln funkelt Der letzte Abendschein. Die Tiefe schweigt und dunkelt, Es bricht die Nacht herein.
F. Kamm sets stanzas 1, 3, 6
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View text with all available footnotesConfirmed with Die Glocke im Lichte der deutschen Dichtung, Gesammelt und herausgegeben von P. Gall Morel und Vogel von Glarus, zweite, vermehrte Auflage, Glarus: Verlagsbuchhandlung Vogel, 1894, pages 79-80.
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- by Ernst Eckstein (1845 - 1900), no title [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
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