by Emanuel von Geibel (1815 - 1884)
Der Blumen wollt’ ich warten
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Der Blumen wollt’ ich warten, Vergessend was mein Herz erfuhr, Doch jede Blum’ im Garten Spricht mir von Liebe nur. Die Rose will vergluten, Die Lilie ward vor Sehnsucht bleich, Und die Granaten bluten Zerspalt’nen Herzen gleich. Es weint aus hundert Sprossen Die Rebe, die zum Stock sich zweigt, Und Thränen, reich ergossen, Gestehn was sie verschweigt. Und was ich nie zu sagen, Was ich gewagt zu denken kaum, Das ruft in sel’gen Klagen Die Nachtigall vom Baum. Sie ruft so süß verständlich, Daß du, auch du es fassen mußt: O komm und laß mich endlich Ausruhn an deiner Brust!
R. Steuer sets stanzas 1-2, 4-5
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesConfirmed with Spätherbstblätter, von Emanuel Geibel, Verlag der J.G. Cotta’schen Buchhandlung, Stuttgart, 1877, pages 205-206.
Text Authorship:
- by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), "Mädchenlied", subtitle: "(Neugriechisch.)", appears in Spätherbstblätter [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]
This text was added to the website: 2008-04-26
Line count: 20
Word count: 103