by Friedrich von Matthisson (1761 - 1831)
Mein Schiff ruht endlich wieder
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Language: German (Deutsch)
Mein Schiff ruht endlich wieder. Du, meiner Väter Land, Ich fall' aufs Antlitz nieder Und küsse deinen Strand! Froh werd' ich die Altäre Der heimatlichen Höh'n, Und froh die Wonnezähre Der Jugendfreunde sehn! Und sie, die schon im Lenze Der goldnen Kinderzeit Sich bis zur dunkeln Grenze Des Lebens mir geweiht, Zum Kampf' in Silbertönen Des Nachruhms mich beseelt, Und früh mein Herz dem Schönen Und Göttlichen vermählt! Wie lacht am Tempelhaine, Bespült von leiser Flut, Im goldnen Morgenscheine Mein väterliches Gut! Da teil' ich Herz und Habe Mit dir, Psycharion! Und lächle noch am Grabe Froh wie Anakreon. Da bau' ich, leite Gräben, Bepflanze rings die Höh'n, Seh' Reblaub hier an Stäben Und dort an Ulmen wehn; Und weih' auf meinen Fluren, Euch Rettern aus Gefahr, Ein Feld, o Dioskuren - Mit Wäldchen und Altar.
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View text with all available footnotesConfirmed with Gedichte von Friedrich von Matthisson, ed. by Ernst Kelchner, Leipzig, 1874.
Text Authorship:
- by Friedrich von Matthisson (1761 - 1831), "Lied eines Seefahrers", appears in In der Fremde (Schweiz und Frankreich) (1787-1794) [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2008-06-14
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