Die Prager Schlacht
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Language: German (Deutsch)
Als die Preussen marschirten vor Prag, Vor Prag, die schöne Stadt. Sie haben ein Lager geschlagen, Mit Pulver und mit Bley ward's betragen, Kanonen wurden drauf geführt, Schwerin hat sie da kommandirt. Drauf ging es ins Schießen dicht, Doch alle Kugeln treffen nicht. "Nehmt's Bajonet, Schwerin nimmt die Fahne, Kinder mir nach, ich zeig euch die Bahne. Von tausend kommen wohl hundert durch, Herr Gott, du bist ein feste Burg." Darauf rückte Prinz Heinrich heran, Wohl mit achtzig tausend Mann: Meine ganze Armee wollt ich drum geben, Wenn mein Schwerin noch wär am Leben! O, ist das nicht eine große Not, Schwerin ist geschossen todt! Schwerin liegt unter der Fahne still, Ein jeder zuerst es ihm sagen will: Wache, der Sieg, der Sieg ist nun deine, Höre, wir rufen, du schläfst nur alleine, Victoria, Victoria, Victoria, König von Preußen ist schon da! Der schicket schon einen Trompeter hinein: Ob sie Prag wollten geben ein? Oder, ob sie's sollten einschießen? Die Bürger ließen sichs nicht verdrießen, Sie wollten die Stadt nicht geben ein, Es sollte und müßte geschossen seyn. Wer hat dies Liedlein denn erdacht? Es habens drey Husaren gemacht, Unter Seydlitz sind sie gewesen, Sind auch bey Prag selbst mitgewesen: Victoria, Victoria, Victoria, König von Preussen ist schon da!
F. Silcher sets stanzas 1, 3, 5-6
Confirmed with Des Knaben Wunderhorn, dritter Band, ed. by L. A. v. Arnim und Clemens Brentano, Berlin: von Arnim'sche Verlag, 1846, pages 218 - 219. Note: the 1819 edition does not have stanzas 2 and 4.
Text Authorship:
- from Volkslieder (Folksongs) , "Die Prager Schlacht ", subtitle: "Fliegendes Blatt aus dem siebenjährigen Kriege", appears in Des Knaben Wunderhorn [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2007-11-28
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