by Christian Reinhold (1813 - 1856)
Und wieder ist ein Tag dahin
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
Und wieder ist ein Tag dahin, Und noch von Dir kein Wort! Weiß nicht, wie ich geschlichen bin Nur bis zum Abend fort! Weiß nicht mehr, wo ich stand und gieng, Was Auge trieb und Ohr. Denn ach, vor meiner Seele hing Ein schwarzer Trauerflor. Weiß nicht, was ich gedacht im Schmerz, Denn, was ich denken wollt', Schlug's wie ein Hammer mir auf's Herz, Als ob's zerspringen sollt'. Weiß nicht, mit wem ich ging und sprach, Denn Alles außer Dir -- Dahin ja schwebt es vor und nach Wie Truggestalten mir. So steh' ich hier denn einsam nun, Vom Einz'gen in der Welt Verlassen, d'rauf mein ganzes Thun Und Sinnen war gestellt. Umsonst reich' ich nach Deiner Hand, Du thust mich in die Acht. Zerrissen unsrer Liebe Band Hinflattert in die Nacht.
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesConfirmed with C. Reinhold, Die Mathildenhöhle. Novelle nach einer wahren Begebenheit, Stuttgart: Fr. Bordhag'sche Buchhandlung, 1839, page 74.
Text Authorship:
- by Christian Reinhold (1813 - 1856), no title, appears in Die Mathildenhöhle, in Zweites Capitel, no. 2 [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2008-03-18
Line count: 24
Word count: 132