by August Ferdinand Meyer (1811 - 1894), as Friedrich Brunold
Die bleiche Rose
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Language: German (Deutsch)
Bist so bleich, wo sind geblieben, Mädchen, Deine ros'gen Wangen? Und Dein Haar, das sonst so glatte Seh' ich wirr hernieder hangen. Arme Anne -- bleiche Rose. Ist Dein Fuß so schwer geworden? Will zum Tanze nicht mehr taugen, Hast die Sprache Du verloren, Sprechen nur verweinte Augen? Arme Anne -- bleiche Rose. Steigest täglich auf die Düne, Auf die Klippe, dicht am Strande, Ob ein Schifflein kehr' zum Hafen, Ob der Liebste kehr zum Lande. Arme Anne -- bleiche Rose. Schiffe kehren, Wimpel wehen, Keines sagt, Dein Liebster kehre Heimwärts. Nur die Fische sprechen: Unten, unten in dem Meere. Arme Anne -- bleiche Rose. Treibt 'ne Rose auf dem Wasser, Die der Sturm so früh gebrochen, Treibt ein Mädchen auf dem Wasser, Der die Lieb' das Herz gebrochen. Arme Anne -- bleiche Rose.
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Researcher for this page: Melanie Trumbull
Confirmed with Preußischer Volksfreund. Ein gemeinnütziges und unterhaltendes Volksblatt für gebildete Leser, neunter Jahrgang, ed. by C. G. von Puttkammer, Berlin: selbstverlag [Puttkammer], 1844. Appears in issue no. 134, 27 September 1844, page 535.
Text Authorship:
- by August Ferdinand Meyer (1811 - 1894), as Friedrich Brunold, "Die bleiche Rose" [author's text checked 1 time against a primary source]
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