by August Daniel Ehrenfried Stöber (1808 - 1884)
Seliger Tod
Language: German (Deutsch)
Es steht ein Haus am Rheine, Ein kleines Fischerhaus. "Du allerliebste Meine, Du Meine, Schau nur einmal heraus!" Heraus will ich wohl schauen, Auch treten vor die Thür, Vorm Sturm kann mir nicht grauen, Nicht grauen, Bin ich, mein Lieb, bei dir! "Und mag Dir nimmer grauen. So ist's die beste Zeit! Und willst du ganz mir trauen, Ja trauen, Mein Schifflein steht bereit!" Sie springen in den Nachen, Den Nachen treibt der Wind, Ob alle Donner krachen, Ja krachen, Sie küssen sich so lind. Ein Blitzstrahl kommt gefahren, Der trifft die Zwei zugleich. Leb wohl, leb wohl zum klaren, Zum klaren, Zum klaren Himmelreich! Der Sturm der hat getrieben Das Schiff hinab den Rhein, Wohl mit den todten Lieben, Den Lieben, In's weite Meer hinein. Die Sonne schaut mit hellen Und goldnen Blicken drein, Wie auf den grünen Wellen, Ja Wellen, Treibet der Todtenschrein.
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Confirmed with Karl Gödeke (ed.), Deutschlands Dichter von 1813 bis 1843, Hannover: Im Verlage der Hahn'schen Hofbuchhandlung, 1844, page 54.
Text Authorship:
- by August Daniel Ehrenfried Stöber (1808 - 1884), "Seliger Tod", written 1839 [author's text checked 2 times against a primary source]
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