by Friedrich Konrad Müller von der Werra (1823 - 1881)
Frühlingslied
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Language: German (Deutsch)
Nichts Schönres gibt es doch auf Erden Als wenn es wieder Lenz will werden Nach langem Winterleide: Da schlägt nach vielen düstern Tagen Manch' Herz das lang nicht froh geschlagen In Freude, ja Freude! Es läßt sich sagen kaum in Worten, Wie's keimt und sproßt an allen Orten Mit hoffnungsreichem Streben: Und was die linde Luft befachet, Das will zu neuer Lust erwachet, Nun leben, ja leben! Die Vöglein wollen auch nicht säumen, Die schöne Zeit nur zu verträumen, Und singen laut von Liebe; Und Viele mahnt das frohe Singen, Ach, daß der Lenz in allen Dingen Doch bliebe, ja bliebe! Da denkt man gern an alte Zeiten, An längst verklungne Seligkeiten, An Wonne, die geschieden! Dann zieht bei einer stillen Zähre Ins Herz, so süß wie eine Mähre, Der Frieden, ja Frieden! Nicht Schönres gibt es doch auf Erden Als wenn es wieder Lenz will werden Nach langem Winterleide. Da ist ein Sehnen und ein Hoffen, Man sieht den Himmel wieder offen In Freude, ja Freude!
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Researcher for this page: Melanie Trumbull
Confirmed with Friedrich Konrad Müller von der Werra, Das Buch der Lieder, Leipzig: Ludwig Denicke, 1866, pages 176 - 177.
Text Authorship:
- by Friedrich Konrad Müller von der Werra (1823 - 1881), "Frühlingslied", appears in Das Buch der Lieder, in 3. Frühling [author's text checked 1 time against a primary source]
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