by Karl Joseph Simrock (1802 - 1876)
Der Sinn des Weines
Language: German (Deutsch)
Wohl mancher heißt ein Zecher und trinkt den gold'nen Wein, doch leuchtet ihm im Becher des Weines Sinn nicht ein. Der Wein, das ist die Quelle, d'raus sich der Geist ergießt, der bald verklärt und helle aus Mund und Augen fließt. Wo Gläser festlich klingen in weiser Zecher Chor, da regt der Geist die Schwingen und wagt sich kühn hervor. Zum Tempel wird die Halle, zum Heiligtum der Ort; verehrend lauschen alle dem geistbegabten Wort. Zum Licht emporgehoben von ihrem Göttertraum, bald schwärmen sie da droben im unermess'nen Raum. Und kommt belehrt und weise, der müde Geist zurück, so bringt er von der Reise die Lust am Erdenglück. D'rum seien wir dem Weine als König untertan; ihr Brüder im Vereine, stoßt ihm zu Ehren an!
Text Authorship:
- by Karl Joseph Simrock (1802 - 1876) [author's text not yet checked against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Ferdinand Neukäufler (1785 - 1860), "Der Sinn des Weines" [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
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