Wellengruss
Language: German (Deutsch)
Ich stand am Meer, sah in die blaue Ferne, dort nach Venedig hin die Möven zieh'n; bleich spiegelten im Wasser sich die Sterne, da dacht' ich bang und sehnsuchtsvoll an ihn. Still lag die See, es ruhten Wind und Wogen. „Denkt er wohl meiner auch, liebt er mich noch?“ so dacht' ich. Eine Welle kam gezogen, sie brauste klagend, schwang zu mir sich hoch. Sie nickte mit dem weißen Köpfchen, ein Gruß von ihm - sie hat ihn mir gebracht. Da fiel mir auf die heiße Wang' ein Tröpfchen, weiß nicht, war's Wellenschaum, war's Tau der Nacht.
Text Authorship:
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Berthold Damcke (1812 - 1875), "Wellengruss", op. 41 (Vier Lieder) no. 1, published 1857 [ voice and piano ] [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
This text was added to the website: 2026-06-04
Line count: 12
Word count: 96