by Anonymous / Unidentified Author
Nebeltag
Language: German (Deutsch)
Nun weicht er nicht mehr von der Erde, der graue Nebel unbewegt, er deckt das Feld und deckt die Herde, den Wald und was im Wald sich regt. Er fällt des Nachts in schweren Tropfen Durch‘s welke Laub von Baum zu Baum, als wollten Elfengeister klopfen den Sommer wach aus seinem Traum. Der aber schläft, von kühlen Schauern tief eingelullt, im Totenkleid — O welch ein stilles, sanftes Trauern beschleicht das Herz in dieser Zeit! — Im Grund der Seele winkt es leise, und von dahingeschwundnem Glück beschwört in ihrem Zauberkreise Erinn‘rung uns den Traum zurück.
Text Authorship:
- by Anonymous / Unidentified Author, "Nebeltag" [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Friedrich Hegar (1841 - 1927), "Nebeltag", op. 8 (Drei Gedichte für Männerchor) no. 1, published 1874 [ men's chorus ], Offenbach, André [sung text not yet checked]
Researcher for this page: Laura Stanfield Prichard [Guest Editor]
This text was added to the website: 2026-03-20
Line count: 16
Word count: 96