Nun weicht er nicht mehr von der Erde, der graue Nebel unbewegt, er deckt das Feld und deckt die Herde, den Wald und was im Wald sich regt. Er fällt des Nachts in schweren Tropfen Durch‘s welke Laub von Baum zu Baum, als wollten Elfengeister klopfen den Sommer wach aus seinem Traum. Der aber schläft, von kühlen Schauern tief eingelullt, im Totenkleid — O welch ein stilles, sanftes Trauern beschleicht das Herz in dieser Zeit! — Im Grund der Seele winkt es leise, und von dahingeschwundnem Glück beschwört in ihrem Zauberkreise Erinn‘rung uns den Traum zurück.
Drei Gedichte für Männerchor , opus 8
by Friedrich Hegar (1841 - 1927)
1. Nebeltag  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
2. Reutti im Winkel
Language: German (Deutsch)
Heia der Meerfahrt sind wir entronnen
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3. Bundeslied  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Freudig treten wir zusammen Mit des Liedes hohem Gruß, Und des Altars reine Flammen Glühen dir, Gott Cynthius. Dank dir Schlangenüberwinder Für den Liedbegabten Mund, Du vereintest deine Kinder Zu Gesang und Bruderbund. Ward das Schönste nicht der Loose, Ward uns nicht die höchstes Lust? -- Für das Edle, für das Große Schlägt wohl glühend manche Brust, Doch es treibt ein dunkles Sehnen Sie in tiefe Nacht hinaus, Und es sprechen ihre Thränen, Ihre Freuden sich nicht aus. Aber wir mit kühnem Herzen Halten fest, was in uns glüht, Unsre Freuden, unsre Schmerzen Hauchen wir ins warme Lied, Weben sinnig unsre Worte Zu der Saiten tiefem Klang, Und lebendig im Accorde Wird die Sprache zum Gesang. Flach und kalt entflieht das Leben, Läßt den Schwachen keine Wahl. Nur des Starken echtes Streben Folgt dem flücht'gen Ideal. Darum singt in lauten Tönen Was die Gunst der Musen schafft, Und dem Edlen, und dem Schönen Weihen wir des Bundes Kraft.
Text Authorship:
- by (Karl) Theodor Körner (1791 - 1813), "Bundeslied", appears in Vermischte Gedichte
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Confirmed with Theodor Körner, Vermischte Gedicht, ed. by C. A. Tiedge, Leipzig: Johann Friedrich Hartknoch, 1815, pages 125 - 126.