In heilger Andacht grüß' ich dich Hie oben, theures Vaterland! Vom eisgen Gipfel feierlich Reichst du hinüber mir die Hand. Kein Blümlein winkt, kein Grün mehr lacht, Und still ist's wie um Mitternacht: Mein Vaterland! -- Gott sieht darein! -- In Noth und Tod bin dein ich, dein! Und horch! wie die Lawine saust Und Amen spricht zum heilgen Bund, Und jäh der Gletscherbach erbraust Wie Orgelschall, aus tiefstem Grund, Mit lautem Schrei ein Aar sich wiegt, Und über's Eis die Gemse fliegt: Mein Vaterland! -- Gott sieht darein! -- In Noth und Tod bin dein ich, dein! Und voller Freude glühn und sprühn Im Abendlicht die Gipfel all, Und fernher von den Weiden grün Tönt sanft der Heerdenglocken Schall, Und würzig durch die klare Luft Hinauf zieht's wie ein Opferduft: Mein Vaterland! -- Gott sieht darein! -- In Noth und Tod bin dein ich, dein!
Neue Gesänge für den Männerchor, Heft 2
by Ferdinand Kamm (1845 - 1897)
1. Schwur an das Vaterland  [sung text not yet checked]
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Schwur an das Vaterland", appears in Liederbuch, in 4. Vaterlandslieder, no. 319
See other settings of this text.
Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , "Vow to my homeland", copyright © 2026, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 294-295.
Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
2. Ständchen  [sung text not yet checked]
Wieg' Dich ein, mein holdes Liebchen, In den schönsten Liebestraum; Laß die Äuglein traut sich schließen, Hörst Du doch den Sänger kaum. Einen Gruß nur will ich senden Leise zu Dir noch empor, Muß mein Sehnen auch verhallen In dem nächt'gen Nebelflor. Nun schütz' Gott Dein süßes Leben, Englein mögen Dich umschweben!
Text Authorship:
- by Hugo Grabow , "Ständchen", subtitle: "Akrostichon"
See other settings of this text.
Confirmed with Erzähler zum Fürther Tagblatt [das Sonntagsblatt], dreiundzwanzigster Jahrgang, ed. by Johann Paulus, Fürth: Julius Volkhardt, 1863, page 364. Appears in issue no. 91.
Researcher for this page: Melanie Trumbull
5. Leb' wohl! leb' wohl! auf Wiederseh'n
Leb' wohl, Leb' wohl, auf Wiedersehn!
. . . . . . . . . .
— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —
6. Der König in Thule  [sung text not yet checked]
Es war ein König in Thule Gar treu bis an [das]1 Grab, Dem sterbend seine Buhle Einen goldnen Becher gab. Es ging ihm nichts darüber, Er leert' ihn jeden Schmaus; Die Augen gingen ihm über, So oft er trank daraus. Und als er kam zu sterben, Zählt' er seine Städt' im Reich, [Gönnt']2 alles [seinem]3 Erben, Den Becher nicht zugleich. Er saß beim Königsmahle, Die Ritter um ihn her, [Auf hohem]4 Vätersaale, Dort auf dem Schloß am Meer. Dort stand der alte Zecher, Trank letzte Lebensgluth, Und warf den [heil'gen]5 Becher Hinunter in die Fluth. Er sah ihn stürzen, trinken, Und sinken tief ins Meer. Die Augen täten ihm sinken; Trank nie einen Tropfen mehr.
Text Authorship:
- by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), "Der König in Thule", written 1774, appears in Faust, in Der Tragödie erster Teil (Part I), Margarete's song, first published 1782
See other settings of this text.
Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
- CZE Czech (Čeština) (Jan Evangelista Nečas) , "Král v Thule"
- CZE Czech (Čeština) (Otokar Fischer) , "Král v Thule"
- DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De koning van Thule", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English [singable] (Arthur Westbrook) , "The King of Thule"
- ENG English (Emily Ezust) , "There was a King of Thule", copyright ©
- IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , "Bhí rí ann fadó in Thule", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
- ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Il re in Tule", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
- NOR Norwegian (Bokmål) (Marianne Beate Kielland) , copyright © 2024, (re)printed on this website with kind permission
- POR Portuguese (Português) (Margarida Moreno) , "O rei em Thule", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
- SPA Spanish (Español) (Diego Gonzales) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, pages 187-188; and with "Faust. Ein Fragment" in Goethe's Schriften. Siebenter Band, Leipzig, bey Georg Joachim Göschen, 1790, pages 94-95. The two versions differ in stanza 5, line 3 word 3 ("heil'gen" in the first cited work, "heiligen" in the second cited work.
Note: the text was first published in a different version in Volks- und andere Lieder, mit Begleitung des Forte piano, In Musik gesetzt von Siegmund Freyherrn von Seckendorff, Dritte Sammlung. Dessau, 1782, pages 6-9; see below.
See also "Het dartele water bruiselt", a poem by Pol de Mont written to be sung to Schumann's song "Der König von Thule".
1 Lenz, Liszt: "sein"2 Zelter: "Lies"
3 Fritze, Lenz, Liszt: "seinen"
3 Schubert (Neue Gesamtausgabe): "seinen"
4 Zelter: "In hohen"
5 Rheinberger: "heiligen"
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Peter Rastl [Guest Editor] , Johann Winkler
8. Neuer Frühling  [sung text not yet checked]
Neuer Frühling ist gekommen, Neues Laub und Sonnenschein, Jedes Ohr hat ihn vernommen, Jedes Auge saugt ihn ein. Und das ist ein Blühn und Sprießen, [Waldesduften]1, Quellenfließen, Und die Brust wird wieder weit, Frühling, Frühling, goldne Zeit! Von [dem]2 Felsen in die Weite Fliege hin, mein Frühlingssang, Ueber Ströme und Gebreite, Durch Gebirg und Blüthenhang! Darf nicht wandern, muß ja bleiben, Ob's mich ziehn auch will und treiben, Doch so weit [mein]3 Himmel blaut Singen, singen will ich laut! Wie die Welt auch wechselnd gehe, Wie das Schicksal auch mich treibt, Komme Glück und komme Wehe, [Fest doch weiß ich was mir bleibt:] 4 Fester Mut der freien Seele Und die freudge Liederkehle, Lebenslust und Lebensdrang, Goldnes Leben im Gesang!
Text Authorship:
- by Otto Roquette (1824 - 1896), "Neuer Frühling", appears in Jugendlieder
See other settings of this text.
Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta'scher Verlag, 1852, pages 215-216.
1 Le Beau: "Ein Waldesrauschen"2 Schaffgotsch: "den"
3 Le Beau: "der"
4 Schaffgotsch: "Wenn nur Eines mir verbleibt:"
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Johann Winkler