Muß Einer von dem Andern, Ach Gott, ach Gott, wie bald! Wie dir zu Fuß beim Wandern Fällt Blatt um Blatt im Wald. Dran denk' ich wohl ohn' Unterlaß, Und drob wird mir mein Auge naß: Muß Einer von dem Andern, Ach Gott, ach Gott, wie bald! Bald ist ein Herz gebrochen, Das erst noch fröhlich schlug; Ob's noch so frisch mag pochen, Ist's eitel Schein und Trug! Dran denk' ich wohl ohn' Unterlaß, Und drob wird mir mein Auge naß: Bald ist ein Herz gebrochen, Das erst noch fröhlich schlug! Doch Einer zu dem Andern Kommt auch, wer weiß, wie bald, Und bald nach kurzem Wandern Dein Trauerlied verhallt. Drauf hoff' ich wohl ohn' Unterlaß, Und nicht mehr bleibt mein Auge naß: Kommt Einer zu dem Andern, Wer weiß, wer weiß, wie bald!
Drei ernste Gesänge zum Totenfest
by Traugott Niechciol (b. 1872)
2.  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Muß Einer von dem Andern", appears in Liederbuch, in 5. Vermischte Lieder, no. 329, appears in Kreuz- und Trostlieder, in Zweites Buch, in 2. Auf des Bruders Tod, no. 39, first published 1865
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Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 305-306.
Also confirmed with Friedrich Oser, Kreuz- und Trostlieder, Wiesbaden: Julius Niedner, Verlagsbuchhandlung, 1865, pages 127-128.
Note: The poem's title is from the Liederbuch publication. In Kreuz- und Trostlieder the poem is untitled.
Research team for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Melanie Trumbull , Johann Winkler
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