Tafelgesänge für Männerstimmen, Heft IV: Sechs Lieder für die Liedertafel zu Berlin

Song Cycle by Gustav Reichardt (1797 - 1884)

Word count: 694

1. Lieb' und Wein [sung text not yet checked]

Ich singe Lieb' und Wein
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author ( Ritter? )

2. Einweihungslied [sung text not yet checked]

Ein Eiland prangt von ew'ger Sonne
 . . . . . . . . . .

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3. Des Deutschen Vaterland [sung text not yet checked]

Was ist des Deutschen Vaterland?
Ist's Preußenland, ist's Schwabenland?
Ist's, wo am Rhein die Rebe blüht?
Ist's, wo am Belt die Möve zieht?
O nein! nein! nein!
Sein Vaterland muß größer sein.

Was ist des Deutschen Vaterland?
Ist's Baierland, ist's Steierland?
Ist's, wo des Marsen Rind sich streckt?
Ist's, wo der Märker Eisen reckt?
O nein! nein! nein!
Sein Vaterland muß größer sein.

Was ist des Deutschen Vaterland?
Ist's Pommerland, Westfalenland?
Ist's, wo der Sand der Dünen weht?
Ist's, wo die Donau brausend geht?
O nein! nein! nein!
Sein Vaterland muß größer sein.

Was ist des Deutschen Vaterland?
So nenne mir das große Land!
Ist's Land der Schweitzer? ist's Tirol?
Das Land und Volk gefiel mir wohl;
Doch nein! nein! nein!
Sein Vaterland muß größer sein.

Was ist des Deutschen Vaterland?
So nenne mir das große Land!
Gewiß, es ist das Oesterreich,
An Ehren und an Siegen reich?
O nein! nein! nein!
Sein Vaterland muß größer sein.

Was ist des Deutschen Vaterland?
So nenne mir das große Land!
So weit die deutsche Zunge klingt
Und Gott im Himmel Lieder singt,
Das soll es sein!
Das, wackrer Deutscher, nenne dein!

Das ist des Deutschen Vaterland,
Wo Eide schwört der Druck der Hand,
Wo Treue hell vom Auge blitzt
Und Liebe warm im Herzen sitzt --
Das soll es sein!
Das, wackrer Deutscher, nenne dein!

Das ist des Deutschen Vaterland,
Wo Zorn vertilgt den wälschen Tand,
Wo jeder Franzmann heißet Feind,
Wo jeder Deutsche heißet Freund --
Das soll es sein!
Das ganze Deutschland soll es sein!

Das ganze Deutschland soll es sein!
O Gott vom Himmel sieh' darein,
Und gieb uns rechten deutschen Muth,
Daß wir es lieben treu und gut.
Das soll es sein!
Das ganze Deutschland soll es sein!

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4. In die Höh' [sung text not yet checked]

Viel Essen macht viel breiter
Und hilft zum Himmel nicht,
Es kracht die Himmelsleiter,
Kommt so ein schwerer Wicht.
Das Trinken ist gescheiter,
Das schmeckt schon nach Idee,
Da braucht man keine Leiter,
Das geht gleich in die Höh'.

Chor
 Da braucht man keine Leiter,
 Das geht gleich in die Höh.

Viel Reden ist manierlich:
"Wohlauf?" - Ein wenig flau. -
"Das Wetter ist spazierlich." -
Was macht die liebe Frau? -
"Ich danke" - und so weiter,
Und breiter als ein See -
Das Singen ist gescheiter,
Das geht gleich in die Höh'.

Chor
 Das Singen ist gescheiter,
 Das geht gleich in die Höh'.

Die Fisch' und Musikanten
Die trinken beide frisch,
Die Wein, die andern Wasser -
Drum hat der dumme Fisch
Statt Flügel Flederwische
Und liegt elend im See -
Doch wir sind keine Fische,
Das geht gleich in die Höh'.
 
Chor
 Doch wir sind keine Fische,
 Das geht gleich in die Höh'.

Ja, Trinken frisch und Singen
Das bricht durch alles Weh,
Das sind zwei gute Schwingen,
Gemeine Welt, ade!
Du Erd' mit deinem Plunder,
Ihr Fische samt der See,
's geht alles, alles unter,
Wir aber in die Höh'!

Chor
 's geht alles, alles unter,
 Wir aber in die Höh'! 

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5. Rheinweinlied [sung text not yet checked]

Ein Leben wie im Paradies
Gewährt uns Vater Rhein;
Ich geb es zu, ein Kuß ist süß,
Doch süßer ist der Wein.
Ich bin so fröhlich wie ein Reh,
Das um die Quelle tanzt,
Wenn ich den lieben Schenktisch seh,
Und Gläser drauf gepflanzt.

Was kümmert mich die ganze Welt,
Wenns liebe Gläslein winkt,
Und Traubensaft, der mir gefällt,
An meiner Lippe blinkt?
Dann trink ich, wie ein Götterkind,
Die volle Flasche leer,
Daß Glut mir durch die Adern rinnt,
Und tauml', und fodre mehr.

Die Erde wär ein Jammerthal,
(Wie unser Pfarrer spricht)
Des Menschen Leben Müh und Quaal,
Hätt' er den Rheinwein nicht.
Der macht die kalte Seele warm;
Der allerkleinste Tropf
Vertreibt den ganzen Grillenschwarm
Dem Zecher aus dem Kopf.

Der ist die wahre Panace,
Der ist für alles gut;
Er heilet Hirn und Magenweh,
Und was er weiter thut.
Drum lebe das gelobte Land,
Das uns den Wein erzog;
Der Winzer, der ihn pflanzt' und band,
Der Winzer lebe hoch!

Und jeder schönen Winzerin,
Die uns die Trauben las,
Weih ich, wie meiner Königin,
Ein volles Deckelglas.
Es lebe jeder deutsche Mann,
Der seinen Rheinwein trinkt,
So lang ers Kelchglas halten kann,
Und dann zu Boden sinkt.

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6. Päan [sung text not yet checked]

Io Bacche
 . . . . . . . . . .

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