Sinnen und Minnen

Song Cycle by Franz Max Brava (1845 - ?)

1. Seefahrers Heimweh [sung text not yet checked]

Von des Schiffes hohem Rande
Folgt mein Aug den Wellenringen,
Folgt den Schwalben, die zum Strande,
Die zur Heimat wieder zieh'n.
Wellen, Winde, Wolken bringen
Grüße mir vom theuren Lande,
Die mir in die Seele klingen
Wie verlor'ne Melodie'n.

Und so schwinden Tag um Tage,
Mond um Monde steigen nieder,
Und es geht in leiser Klage
Stunde mir um Stunde hin.
In die Welle blick' ich nieder,
Holder Name tönt als Frage,
Tönt als Antwort ewig wieder
Und umdüstert mir den Sinn. 

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2. Ach wüsstest Du [sung text not yet checked]

Ach wüßtest du, wie schön du bist,
  Dann könnt'st Du nicht so grausam sein! 
Dann ahntest du, wie groß die Pein,
  Wie groß nach dir mein Sehnen ist.

Dann hättest du mich längst geküßt
  Aus Mitleid, soll's nicht Liebe sein.
Ach, ahntest du, wie groß die Pein,
  Ach wüßtest du, wie schön du bist!

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3. Wirf in mein Herz den Anker [sung text not yet checked]

Wirf in mein Herz den Anker, 
Du vielgeliebtes Kind! 
Im Hafen der Liebe wehen 
Die Lüfte süß und lind.

Da draußen auf weitem Meere 
Droht manches wilde Riff: 
O komm! mit Blumen umwinden 
Will ich dein Lebensschiff! 

Auf schimmernden Wogen schaukelt 
Sich mancher leichte Kiel:
O komm! die schimmernden Wellen, 
Sie treiben ein falsches Spiel! 

O komm -- die schimmernden Wellen 
Sind tückisch zu aller Stund':
Wirf in mein Herz den Anker --
Das hält wie Felsengrund.

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