Sechs Kirmesslieder von Hoffmann von Fallersleben, für vierstimmigen Männerchor

Song Cycle by Johann Nepomuk Cavallo (1840 - 1917)

1. Frisch! Clarinett und Hackebrett [sung text not yet checked]

Frisch! Clarinett 
Und Hackebrett,
Und Brummbaß, Flöt' und Fiedel! 
Die Mädel sind doch gar zu nett,
Verdienen gleich ein Liedel! 

Und Handumkehr! 
Noch etwas mehr, 
Auch einen muntern Schleifer.
Drum hopsa! hopsa! kreuz und quer! 
Auf! Geiger, Dudler, Pfeifer! 

Da drehet sich 
Um mich und dich 
Die Welt wie eine Spille.
Ich liebe dich, du liebest mich! 
Und das ist unser Wille.

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2. Jetzt hebt die Kirmess an [sung text not yet checked]

Jetzt hebt die Kirmes an!
Der Bauer ist geworden ein Edelmann;
Er kennt nicht Pferd und Pflug,
Nicht Supp' und Wasserkrug;
Er sitzt sehr wohlgezogen,
Gestützt den Ellenbogen
In guter Ruh 
Vor einem hellen Gläschen Wein,
Und trinkt dem Nachbar zu 
Und denkt: so muß es sein!

Und ist die Kirmes aus,
Da geht der Edelmann als Bauer nach Haus.
Weil er kein Geld mehr hat,
So fährt er in die Stadt
Ganz nüchtern und bescheiden
Ein Fuder trockne Weiden 
Und etwas Holz.
Und wird ihm Geld, gleich kehrt er ein
Und trinkt sich wieder stolz 
Und denkt: so muß es sein!

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Confirmed with Hoffmann von Fallersleben, Gedichte, volume 1, Leipzig: F. A. Brockhaus, 1834, p. 158.


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3. Vortanz [sung text not yet checked]

Brumm! brumm! was ist das?
Ei, was soll der Baß?
Hängt ihn an den Zweig!
Meister, laßt mir gleich 
Die Trompeten lieblich schallen,
Daß die Berge wiederhallen
  Zu Ehren, zu Ehren, zu Ehren! 
    Meinem Schatz.

Mädel, kennst mich nicht?
Ist das ein Gesicht! 
Laß den Ernst zu Haus,
Schenk mir deinen Strauß --
Will's ja keinem Menschen sagen,
Will ihn frei und offen tragen 
  Zu Ehren, zu Ehren, zu Ehren,
    Meinem Schatz. 

Wirth, und was ist das?
Ist das auch ein Glas!
Klick! da ist's entzwei.
Eins statt solcher drei!
Nie aus einem Fingerhütchen
Trink' ich mir ein frisches Müthchen
  Zu Ehren, zu Ehren, zu Ehren,
    Meinem Schatz. 

Authorship:

Confirmed with Hoffmann von Fallersleben, Gedichte, volume 1, Leipzig: F. A. Brockhaus, 1834, p. 163.


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4. Mützen, Staub und Sonnenschein [sung text not yet checked]

Mützen Staub und Sonnenschein
Sind hier allerwegen. 
Tanz hinab und schwenk dich fein,
Wie die Schwalb' im Regen! 
Dudel dudel dum dum! 
Wie die Schwalb' im Regen! 

Marsch! bezahlt für meinen Schatz
Hab' ich diesen Walzer.
Aus dem Schatten! macht mir Platz!
Ulrich, Hans und Balzer,
Dudel dudel dum dum!
Ulrich, Hans und Balzer.

Lange Zöpf' und schlanker Wuchs,
Und ein goldnes Häubchen! 
Hat ein Auge wie ein Luchs
Und ein Herz wie Täubchen,
Dudel dudel dum dum! 
Und ein Herz wie Täubchen.

Liebe lebt und webt an ihr,
Lieb' am ganzen Leibe,
Und das Mädel nehm' ich mir
Heuer noch zum Weibe,
Dudel dudel dum dum 
Heuer noch zum Weibe. 

Authorship:

Confirmed with Hoffmann von Fallersleben, Gedichte, volume 1, Leipzig: F. A. Brockhaus, 1834, pages 165-166.


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5. In der Flasche kein Wein [sung text not yet checked]

In der Flasche kein Wein, 
In der Tasche kein Geld,
Und so sitz' ich allein
Ohne [Freud' in der]1 Welt.

Und sie tanzen geschwind
Um die Säule herum:
O du englisches Kind,
Und so sieh dich doch um! 

Wenn du liebst mich allein,
Wird die Tasche voll Geld,
[Und]2 die Flasche voll Wein,
Und voll Freude die Welt! 

Authorship:

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Confirmed with Hoffmann von Fallersleben, Gedichte, volume 1, Leipzig: F. A. Brockhaus, 1834, page 168.

1 Marschner: "Freude die"
2 Marschner: "Wird"

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6. Jetzt schweigen die Geigen [sung text not yet checked]

Jetzt schweigen 
Die Geigen, 
Und Alles ist stumm.
Ich trachte,
Ich schmachte,
Ich blicke mich um.

Die Kanne,
Susanne,
Die fülle mit Wein! 
Frisch munter 
Hinunter,
Zum Keller hinein! 

Steig nieder, 
Komm wieder,
Credenze mir zu! 
Der Wein beut 
Allein heut 
Der Wein nur mir Ruh. 

Authorship:

Confirmed with Hoffmann von Fallersleben, Gedichte, volume 1, Leipzig: F. A. Brockhaus, 1834, page 169.


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