German (Deutsch) translations of 3 Mörike-Lieder, opus 17
by Heimo Erbse (1924 - 2005)
1. Septembermorgen  [sung text not yet checked]
by Heimo Erbse (1924 - 2005), "Septembermorgen", op. 17 (3 Mörike-Lieder) no. 1, published 1959
Language: German (Deutsch)
[Im Nebel ruhet noch die Welt, Noch träumen]1 Wald und Wiesen: Bald siehst du, wenn der Schleier fällt, Den blauen Himmel unverstellt, Herbstkräftig die gedämpfte Welt [In warmem]2 Golde fließen.
Text Authorship:
- by Eduard Mörike (1804 - 1875), "September-Morgen"
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View original text (without footnotes)Confirmed with Eduard Mörike, Gedichte, Dramatisches, Erzählendes, Zweite, erweiterte Auflage, Stuttgart: J.G. Cotta'sche Buchhandlung Nachf., 1961, page 101.
1 J. Marx: "Im Nebel ruht die weite Welt,/ und träumt von"2 J. Marx: "im warmen"
by Eduard Mörike (1804 - 1875)
2. Um Mitternacht
by Heimo Erbse (1924 - 2005), "Um Mitternacht", op. 17 (3 Mörike-Lieder) no. 2, published 1959 [ voice and piano ]
Language: German (Deutsch)
Gelassen stieg die Nacht an's Land,
Lehnt träumend an der Berge Wand,
Ihr Auge sieht die goldne Wage nun
Der Zeit in gleichen Schalen stille ruhn;
Und kecker rauschen die Quellen hervor,
Sie singen der Mutter, der Nacht, in's Ohr
Vom Tage,
Vom heute gewesenen Tage.
Das uralt alte Schlummerlied,
Sie achtet's nicht, sie ist es müd';
Ihr klingt des Himmels Bläue süßer noch,
Der flücht'gen Stunden gleichgeschwung'nes Joch.
Doch immer behalten die Quellen das Wort,
Es singen die Wasser im Schlafe noch fort
Vom Tage,
Vom heute gewesenen Tage.
by Eduard Mörike (1804 - 1875)
3. Früh im Wagen  [sung text not yet checked]
by Heimo Erbse (1924 - 2005), "Früh im Wagen", op. 17 (3 Mörike-Lieder) no. 3, published 1959
Language: German (Deutsch)
Es graut vom Morgenreif In Dämmerung das Feld, Da schon ein blasser Streif Den fernen Ost erhellt; Man sieht im Lichte bald Den Morgenstern vergehn, Und doch am Fichtenwald Den vollen Mond noch stehn: So ist mein scheuer Blick, Den schon die Ferne drängt, Noch in das Schmerzensglück Der Abschiedsnacht versenkt. Dein blaues Auge steht, Ein dunkler See, vor mir, Dein Kuß, dein Hauch umweht, Dein Flüstern mich noch hier. An deinem Hals begräbt Sich weinend mein Gesicht, Und Purpurschwärze webt Mir vor dem Auge dicht. Die Sonne kommt; - sie scheucht Den Traum hinweg im Nu, Und von den Bergen streicht Ein Schauer auf mich zu.
by Eduard Mörike (1804 - 1875)