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11Herz, mein Herz, was soll das geben?Herz, mein Herz, was soll das geben,
22Was bedränget dich so sehr?Was bedränget dich so sehr?
33Welch ein fremdes neues Leben!Welch ein fremdes neues Leben!
44Ich erkenne dich nicht mehr.Ich erkenne dich nicht mehr.
55Weg ist Alles, was du liebtest,Weg ist alles, was du liebtest,
66Weg warum du dich betrübtest,Weg, warum du dich betrübtest,
77Weg dein Fleiß und deine Ruh' -Weg dein Fleis und deine Ruh;
88Ach wie kamst du nur dazu!Ach! wie kamst du mir dazu?
99
1010Fesselt dich die Jugendblüte,Fesselt dich die Jugendblüthe?
1111Diese liebliche Gestalt,Diese liebliche Gestalt,
1212Dieser Blick voll Treu' und Güte,Dieser Blick voll Treu und Güte,
1313Mit unendlicher Gewalt?Mit unendlicher Gewalt?
1414Will ich rasch mich ihr entziehen,Will ich rasch mich ihr entziehen,
1515Mich ermannen, ihr entfliehen,Mich ermannen, ihr entfliehen;
1616Führet mich im AugenblickFühret mich im Augenblick
1717Ach mein Weg zu ihr zurück.Ach! mein Weg zu ihr zurück.
1818
1919Und an diesem Zauberfädchen,Und an diesem Zauberpfädchen,
2020Das sich nicht zerreißen läßt,Das sich nicht zerreißen läßt,
2121Hält das liebe lose Mädchen,Hält das liebe lose Mädchen
2222Mich so wider Willen fest;Mich so wider Willen fest;
2323Muß in ihrem ZauberkreiseMuß in ihrem Zauberkreise
2424Leben nun auf ihre Weise.Leben nun auf ihre Weise.
2525Die Verändrung ach wie groß!Die Verwandlung, ach! wie groß!
2626Liebe! Liebe! laß mich los!Liebe! Liebe laß mich los!
27
28Mir schlug das Herz; geschwind zu Pferde,
29Und fort, wild, wie ein Held zur Schlacht!
30Der Abend wiegte schon die Erde,
31Und an den Bergen hieng die Nacht;
32Schon stund im Nebelkleid die Eiche,
33Ein aufgethürmter Riese, da,
34Wo Finsterniß aus dem Gesträuche
35Mit hundert schwarzen Augen sah.
36
37Der Mond von seinem Wolkenhügel,
38Schien kläglich aus dem Duft hervor;
39Die Winde schwangen leise Flügel,
40Umsausten schauerlich mein Ohr;
41Die Nacht schuf tausend Ungeheuer -
42Doch tausendfacher war mein Muth;
43Mein Geist war ein verzehrend Feuer,
44Mein ganzes Herz zerfloß in Gluth.
45
46Ich sah dich, und die milde Freude
47Floß aus dem süßen Blick auf mich.
48Ganz war mein Herz an deiner Seite,
49Und jeder Athemzug für dich.
50Ein rosenfarbes Frühlings Wetter
51Lag auf dem lieblichen Gesicht,
52Und Zärtlichkeit für mich, ihr Götter!
53Ich hoft' es, ich verdient' es nicht.
54
55Der Abschied, wie bedrängt, wie trübe!
56Aus deinen Blicken sprach dein Herz.
57In deinen Küssen, welche Liebe,
58O welche Wonne, welcher Schmerz!
59Du giengst, ich stund, und sah zur Erden,
60Und sah dir nach mit nassem Blick;
61Und doch, welch Glück! geliebt zu werden,
62und lieben, Götter, welch ein Glück!

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