by Dorothea Livia Felicia Maria Duncker (1855 - 1916)
Ich hab' meines Liebsten Sinn erkannt
Language: German (Deutsch)
Ich hab' meines Liebsten Sinn erkannt; flieg', Vöglein, und sing' es am Walde. Erzähl' es dem hellichten Sonnenschein, Blauveilchen im Grase am Wiesenrain, sag' ihnen, ich käme nun balde, mein Herze, das hab' sich gewandt. Ich hab' meines Liebsten Sinn erkannt, da hat sich's von Leide zu Licht gekehrt. Was dunkel gewesen, ist worden licht, da wonniglich Seele zu Seele spricht. Not, Kümmernis ist nun allzeit gewehrt, sing' hell es, mein Vöglein, durchs Land! Ich hab' meines Liebsten Sinn erkannt; flieg', Vöglein, und sing's in die Runde. Bin auf der vielschönen Welt nicht allein, bin minnig gebunden zu zweien, zu zwei'n. Zieh' bald, [o du]1 selige Kunde mit meinem Herzliebsten durchs Land!
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View text without footnotesConfirmed with Vom Fels zum Meer. Spemann's Illustrierte Zeitschrift für das Deutsch Haus. 1. Bd. Stuttgart s. a.
1 Zenger: "o"Text Authorship:
- by Dorothea Livia Felicia Maria Duncker (1855 - 1916), no title [author's text checked 1 time against a primary source]
Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):
- by Heinrich Ernst , "Auftrag", published 1883 [ voice and piano ], from Mädchenlieder für 1 Singstimme mit Pianoforte, no. 2, Berlin, Challier & Co. à [sung text not yet checked]
- by Max Zenger (1837 - 1911), "Ich hab meines Liebsten Sinn erkannt", op. 76 (Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte) no. 3, published 1893 [ voice and piano ], Nürnberg, Schmid [sung text checked 1 time]
Researcher for this page: Johann Winkler
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