by Friedrich Konrad Müller von der Werra (1823 - 1881)
Habe gestern Nachts im Dunkeln
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Language: German (Deutsch)
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Habe gestern Nachts im Dunkeln In die Augen dir geschaut, Sah zwei Sterne drinnen funkeln, Denen ich mein Glück vertraut! Um mich her ein leises Wehen, Als ob es im Lenze früht, Und ich mußt' mir still gestehen, Daß mir eine Rose blüht! Und ich habe dann geträumet Wunderlieblich dies und das, Wie der Liebe Becher schäumet Wie so klinget Glas an Glas! Und ich fühlte, daß es lenzet Wieder neu mir im Gemüth, Sah beim Wein, der mir kredenzet, Daß mir eine Rose blüht! Wie beim Sang der Frühlingschöre Bin ich heitern Sinns erwacht, Hab', ob ich mich wohl bethöre, Froh des süßen Traums gedacht; Und ich hab' es tief empfunden, Wie das Herz so liebend glüht, Denkend in den Morgenstunden, Daß mir eine Rose blüht! Und es treibt in meinem Innern Etwas mir die Brust so weit, Welch' ein liebliches Erinnern Bringt mir diese Seligkeit! Ueber Nacht ist mir's gekommen, Daß es Lieder in mir sprüht, Denn ich hab' es still vernommen, Daß mir eine Rose blüht!
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View text with all available footnotesConfirmed with: Das Buch der Lieder von Müller von der Werra, Leipzig: Ludwig Denicke, 1866, pages 210-211.
Text Authorship:
- by Friedrich Konrad Müller von der Werra (1823 - 1881), "Am Morgen", written 1851, appears in Das Buch der Lieder, in 4. Liebe und Leid [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2015-04-28
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