Um mich her ist alles So friedsam, so still, Mein Herz es so wünschet, Mein Geist es so will; Nicht sehn will ich Menschen, Nicht sehn will ich Welt, Allein seyn und denken, Ist was mir gefällt. Wenn Unmuth mich quälet, Wenn Freude mich täuscht, Und oft bittre Thränen Mein Gram von mir heischt; So trag' ich mein Leiden Geduldig allein, Allein weiß ich ruhig Und standhaft zu seyn. Wie leicht sich die Seele Im Stillen erholt, Wie sanft jede Stunde Zur Ewigkeit rollt; Mein Wunsch, meine Wonne Bist, Einsamkeit, du, Und häuslicher Frieden, Und ländliche Ruh.
Confirmed with Der Neue Teutsche Merkur. vom Jahr 1804. Herausgegeben von C. M. Wieland. Erster Band. Weimar 1804. Im Verlage des L. Industrie-Comptoirs. 4. Stück. April 1804, page 248; with Österreichisches Taschenbuch für das Jahr 1804. Mit Gedichten und Aufsätzen von [...]. Wien. Bey Anton Pichler, pages 48-49; and with Mustersammlung aus deutschen Klassikern geordnet nach den Bedürfnissen unterer, mittlerer und oberer Klassen der verschiedenen Schulanstalten Deutschlands, in drei Cursus gestellt und herausgegeben von mehreren Lehrern der Bürgerschule zu Leipzig. Zweiter Cursus. Leipzig, 1825 bei Carl Heinrich Reclam, page 298. Randhartinger attributes the poem to Matthisson, but there is no corroborating source that we have found yet.
Note: As a response to this poem (of an unknown author) Johann Karl Unger devised his Die Geselligkeit as a "counter-poem".
Text Authorship:
- by Anonymous / Unidentified Author, "Die Einsamkeit" [author's text checked 2 times against a primary source]
- possibly by Friedrich von Matthisson (1761 - 1831), "Die Einsamkeit" [author's text checked 2 times against a primary source]
- sometimes misattributed to Johann Karl Unger (1771 - 1836)
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