by Heinrich Ammann (1864 - 1950)
Jane Grey
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Sie führten ihn durch den grauen Hof, Daß ihm sein Spruch gescheh'; Am Fenster stand sein junges Gemahl, Die schöne Königin Grey. Sie bog ihr Köpflein zum Gitter heraus, Ihr Hals erglänzte wie Schnee; Er hob die Fessel klirrend auf Und grüßte sein Weib Jane Grey. Und als man den Toten vorübertrug, Sie stand damit sie ihn seh'; Drauf ging sie freudig denselben Gang, Die junge Königin Grey. Der Henker, als ihm ihr Antlitz schien, Er weinte laut auf vor Weh, Dann eilte nach in die Ewigkeit Dem Gatten Königin Grey. Viel junge Damen starben schon Vom Hochland bis zur See, Doch keine war schöner und keuscher noch Als Dudleys Weib Jane Grey. Und wenn der Wind in den Blättern spielt Und er spielt in Blumen und Klee, Dann flüstert's noch oft vom frühen Tod Der jungen Königin Grey.
View text with all available footnotes
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
Confirmed with Neuer deutscher Balladenschatz, Berlin, A. Scherl, G.m.b.H, 1906, page 1.
Text Authorship:
- by Heinrich Ammann (1864 - 1950), "Jane Grey", first published 1906 [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 24
Word count: 143