by Karl Egon Ebert (1801 - 1882)
Wiegenlied
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Language: German (Deutsch)
In der Wiege, liege, liege, in der Wiege ruht sich süß, alles musste d’rinnen liegen, alles Große ist gestiegen aus dem Wiegenparadies. Eine Wiege, d’rin er liege, ist dem Freund des Freundes Brust, sind dem Mann der Gattin Arme, d'rinn er schlummert frei von Harme, in der höchsten Liebeslust. Eine Wiege, d'rin er liege, sucht der Greis nach langem Leid; eine Wiege, von den Lasten schwerer Tage auszurasten, zu vergessen Kampf und Streit. Sind’s nicht Wiegen, d’rinn sie liegen, die die Erde Qual besiegt? Ja, sie sind nach Lust und Schmerzen mit dem ausgestürmten Herzen in die Ruhe eingewiegt. In der Wiege, liege, liege, in der Wiege schlumm're gern. Finde künftig immer Wiegen, d’rinn in Fried’ und Ruh’ zu liegen, und die letzte sei dir fern!
J. Kalliwoda sets stanzas 1-2, 4-5
Confirmed with Gedichte von Karl Egon Ebert, Stuttgart & Tübingen, 1845.
Text Authorship:
- by Karl Egon Ebert (1801 - 1882), "Wiegenlied" [author's text checked 1 time against a primary source]
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