by Christian Reinhold (1813 - 1856)
Gedenke mein
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Language: German (Deutsch)
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Gedenke mein! Die lieben Augen lenke In stillen Nächten oft nach mir! Ich denke dein, wenn ich des Liebsten denke, Und, was ich schaffe, weih' ich dir. Gedenke mein, wenn dir die Thränen kommen! Dir weint mein ganzes Leben nach. So rasch gegeben, rascher noch genommen, Und Lust und Leid ein einzig Ach! Gedenke mein im heißen Kampf des Lebens, Und denk', daß er auch mich verzehrt! Du weißt es ja, wir ringen nicht vergebens,-- So werden wir einander werth. Gedenke mein, wenn Freude macht dich lächeln, Und sende mir in Traum dein Bild Als einen Engel mir die Stirn zu fächeln, Wenn mir die Aussicht wird zu wild! Gedenke mein! Versprich es, treue Seele! Sieh wie ein schöner Stern mich an, Dem ich darf anvertrauen, was mir fehle, Wenn ich mir selbst nicht helfen kann! Gedenke mein! Ich weiß, du wirst es halten;-- So sind wir nimmermehr getrennt. Die Flamme eint' sich noch, die jetzt gespalten In zwei verwandten Herzen brennt.
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Confirmed with Gedichte von C. Reinhold, Stuttgart: C. Mäcken, Verlagsbuchhandlung, 1853, pages 94-95
Text Authorship:
- by Christian Reinhold (1813 - 1856), "Gedenke mein", written 1840, appears in Gedichte, in Lieder und vermischte Gedichte, in Verwandlung, no. 7, first published 1853 [author's text checked 1 time against a primary source]
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