by Hermann von Lingg (1820 - 1905)
Haideritt
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Language: German (Deutsch)
Wie wüthend jagt im Wolkenflug Durchs Haideland der Sturm, Geängstigt fliegt der Dohlen Zug Zum blitzerhellten Thurm. Es flammt der Wald in grellem Schein, Der Fels, die Schlucht erdröhnt, Der Donner grollt und flucht darein, vom Echo nachgehöhnt. Vor Regen, der in Strömen fällt, Beschützt mich und mein Roß Die Tanne, die hier Wache hält Am längst verfallnen Schloß. Der Donner schweigt, ein Wehn erwacht — Es ist, als hauchest du Hin durch die tiefe stille Nacht Ein Lebewohl mir zu!
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Confirmed with Schlußsteine: Neue Gedichte von Hermann Lingg, Berlin, G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung, 1878, page 58.
Note: modern German would change the following spellings: "wüthend" -> "wütend"; "Haideland" -> "Heideland"; "Thurm" -> "Turm"; "Roß" -> "Ross"; "Schloß" -> "Schloss"
Text Authorship:
- by Hermann von Lingg (1820 - 1905), "Haideritt", appears in Schlußsteine: Neue Gedichte, in Natur- und Weltleben [author's text checked 1 time against a primary source]
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