by Friedrich Rückert (1788 - 1866)
Vier Gläser
Language: German (Deutsch)
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Es ist der Kopf ein Lustgezelt, darin drei Stühle sind gestellt. Das erste Glas tritt ein als Gast, nimmt auf dem ersten Stuhle Rast; das zweite Glas kommt hinterdrein und nimmt den zweiten Stuhl sich ein; wenn nun das dritte kommt zuletzt, so sind die Stühle rings besetzt. Da kommt ein viert's noch wie der Blitz, sieht um sich und sieht keinen Sitz; und weil es doch nicht stehen kann, so fängt es einen Lärmen an, zerrt an den andern hier und dort, und keins will räumen seinen Ort. Da balgen sie sich ritterlich und werfen von den Stühlen sich, und noch ein Glück ist's, wenn das Zelt nicht selbst mit über'n Haufen fällt.
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Researcher for this page: Johann Winkler
Confirmed with Gedichte von Friedrich Rückert, Neue Auswahl, 22. Auflage, Frankfurt am Main, 1886.
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- by Friedrich Rückert (1788 - 1866), "Vier Gläser" [author's text checked 1 time against a primary source]
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