by Franz Alfred Muth (1839 - 1890)
Heimweh
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Language: German (Deutsch)
Waldgrün der Heimat, duftig und traut, Lang ist es her, lang ist es her, Daß dich scheidend mein Auge geschaut, Lang ist es her, lang ist es her. Ob noch so sehnend der Nachtigall Schlag, Ob noch so lieblich das Röslein im Hag? Ach, meiner Kindheit seliger Tag! Lang ist es her, lang ist es her. Mühle im Wiesengrund, lauschig und traut, Lang ist es her, lang ist es her! Rauscht noch dein Bächlein fröhlichen Laut? Lang ist es her, lang ist es her. Blühet, Wildblumen, duftig nur fort! Ach, meines Herzens Lenz ist verdorrt, Weinend nur weiß ich einzig das Wort: Lang ist es her, lang ist es her! Du mit dem Erker, rebgrünes Haus, Lang ist es her, lang ist es her, Vater und Mutter trug man hinaus, Lang ist es her, lang ist es her. Schlummernd im Grabe ruhen sie aus, irrend ins Leben stürmt' ich hinaus; Wer gibt mir wieder mein heimatlich Haus? Lang ist es her, lang ist es her!
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Confirmed with Rosen der Heide. Lieder von Franz Alfred Muth, Regensburg, 1885.
Text Authorship:
- by Franz Alfred Muth (1839 - 1890), "Heimweh", appears in Rosen der Heide. Lieder [author's text checked 2 times against a primary source]
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