by Emanuel von Geibel (1815 - 1884)
Du fragst mich, du mein blondes Lieb
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Language: German (Deutsch)
Our translations: FRE
Du fragst mich, du mein blondes Lieb,
Warum so stumm mein Mund?
Weil mir die Liebe sitzet,
Heimlich sitzet
Im Herzensgrund.
Kann denn die Flamme singen,
Wenn sie zum Himmel will?
Sie schlägt die Flügel hoch und roth,
So hoch und roth,
Und doch so still.
Die Ros' auch kann nicht sprechen,
Wenn sie zur Blüth' erwacht;
Sie glüht und duftet stumm hindurch,
Stumm hindurch
Die Sommernacht.
So ist auch meine Minne,
Seit du dich mir geneigt;
Sie glüht und blüht im Sinne,
Tief im Sinne,
Aber sie schweigt.
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View text with all available footnotesConfirmed with Gedichte von Emanuel Geibel, neununddreißigste Auflage, Berlin, Verlag von Alexander Duncker, 1855, in Lieder, no. 24, page 60.
Text Authorship:
- by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), no title, appears in Jugendgedichte, in 1. Erstes Buch, in Lieder als Intermezzo, no. 24 [author's text checked 1 time against a primary source]
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