by Friedrich Heinrich Karl, Freiherr de La Motte-Fouqué (1777 - 1843)
Mein Knappe, wie kommst Du an Stirn und...
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Language: German (Deutsch)
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Mein Knappe, wie kommst Du an Stirn und Brust
Und Arm von Blute so roth,
Und reitest als wie in erquicklicher Lust,
Als gäb' es nicht Jammer und Noth?
"Drei Rosen," sang er, "drei Rosen,
Die pflückt' ich aus feindlichem Tosen,
Die pflückt ich aus drohendem Tod."
Und als er kam vor das Königshaus,
Der junge siegende Held,
Da trat die Königinn selber heraus:
"Nun fordre, was Dir gefällt."
"Drei Rosen, hätt' ich drei Rosen,
Wie wollt' ich noch hundertmal losen
Um's Leben auf eisernem Feld!"
Die Königinn wußte, was Helden gebührt;
Was Helden kann machen gesund.
Da haben ihn schweigende Mägdlein geführt
In Zimmers verschwiegenen Rund.
"sic Drei Rosen gab sie, drei Rosen,
Drei Küsse mit freundlichem Kosen,
Von ihrem hellrosigen Mund.
Und drauf im erleuchteten, festlichen Saal
Stand Herzog und Grafe bereit,
Da sagte die Herrin: "zu dieser Zahl
Sei künftig mit Ehren gereiht,
Und heiße der Ritter von Rosen,
Und führ' im Wappen drei Rosen,
Und rosenfarb Helmbusch und Kleid."
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View text with all available footnotesConfirmed with Friedrich de La Motte-Fouqué, Alwin: ein Roman in zwei Bänden von Pellegrin, Erster Band, Berlin: bei Friedrich Braunes 1808, pages 209-210
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Karl, Freiherr de La Motte-Fouqué (1777 - 1843), no title, appears in Alwin: ein Roman in zwei Bänden von Pellegrin [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2016-02-25
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