by Leopold Feldmann (1802 - 1882)
Liebesgrüße
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Language: German (Deutsch)
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Den Jüngling band ein heißer Trieb An seine Vaterstadt, Und stets gedenkend seiner Lieb, Die er geschworen hat, Zieht jeden Morgen er am Haus Der Theueren vorüber, Und ruft in stiller Wehmuth aus Vergessend alle Sorgen: Tausend guten Morgen! In Ewigkeit! Du treuer Mann, Aus wahrem Liebesgrund! Erwidert der Begegner dann, Dem seine Liebe kund. Der Jüngling fort des Weges geht, Und kehret Abends wieder, Wo abermals am Haus's er steht Sich an dem Gruße labend: Tausend guten Abend! In Ewigkeit! Der fromme Gruß Aus reinem Herzen steigt, Das ist der Liebe Genius, Der sich zur Milde neigt. Der Jüngling immer weiter zieht, Zur Nachtzeit kehrt er wieder, Die Stirne heiß, das Herz ihm glüht, Bis er den Gruß gebracht: Tausend gute Nacht!
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
Confirmed with: Der Bazar für München und Bayern : ein Frühstücksblatt für Jedermann und jede Frau, Nro. 251 (Freitag, 25. Oktober 1833), page 1007.
Note to stanza 2, line 3: The published poem has an error here ("den" instead of "der"); it has been corrected above.Text Authorship:
- by Leopold Feldmann (1802 - 1882), "Liebes-Grüße" [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2006-11-09
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